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Kreislaufwirtschaft leben!

Nachhaltigkeitsziele erreichen.

Mehrweg hat Mehrwert - für den Nutzer und für die Umwelt!

Verbotenes Flammschutzmittel DecaBDE in Laserdruckerkartuschen

Nachbauten aus Fernost nachgewiesen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

OEM Kartuschen und damit wiederaufbereitete Kartuschen sind nicht betroffen!

 

Herzlich willkommen!

 

Wir freuen uns, Sie auf unserer Homepage begrüßen zu können. Informieren Sie sich auf unserer Internetpräsenz über die Wiederaufbereitungsindustrie für Druckerkartuschen in Deutschland sowie über die in dieser Industrie tätigen Unternehmen.

 

Der Anteil von Recycling Papier liegt im Hardcopybereich in Deutschland bei ca. 70%. Der Anteil von wiederaufbereiteten Druckerkartsuchen liegt dagegen nur bei ca. 20%. Dabei erfolgt die ressourcenschonende Wiederaufbereitung von Druckerkartuschen in Deutschland bereits seit 1986!

Auch wenn nicht nachhaltige Wirtschaftssysteme, der Wohlstand der Industrieländer und die rasante Entwicklung der Schwellen- und Entwicklungsländer scheinbar etwas anderes suggerieren, so ist und bleibt es Fakt, dass natürliche Ressourcen wie Bodenschätze, natürliche Rohstoffe, Boden, Wasser und Luft begrenzt sind. Die natürlichen Ressourcen sind die Grundlage unseres täglichen Lebensbedarfs und unseres Wohlstands. Leider nimmt die Nutzung und Verschwendung natürlicher Ressourcen sowie die Konkurrenz um die immer knapper werdenden Ressourcen weltweit stetig zu. Bis Mitte dieses Jahrhunderts wird die Erdbevölkerung neuen Schätzungen zur Folge auf neun Milliarden Menschen anwachsen. Das bedeutet einen Zuwachs von rund 200.000 Menschen pro Tag! Aber es wächst nicht nur die Bevölkerung sondern auch der Pro-Kopf Verbrauch von Rohstoffen. Das potenziert das Rohstoffproblem.  Aus diesem Grund haben die Vereinten Nationen (UNEP) das „Green Economy“ Umweltprogramm, die EU die Strategie „Europa 2020“ und den Ende 2011 verabschiedeten „Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa“ sowie der Bund bereits Anfang 2012 das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) initiiert. Janez Potočnik, amtierender EU Umweltkommissar,  bringt es auf den Punkt: “[…] we need to get more value out of each ton of materials, each joule of energy, each hectare of land and each cubic meter of water. But the second thing we must do is re-use, update, repair and recycle. We need to move from a linear economic model, where we extract, produce, use and throw away, to a circular economy model, where waste from one stream becomes the raw materials for another.”[1]

 

In einer Kreislaufwirtschaft muss das Prinzip des Kreislaufs Ausgangspunkt bei der Entwicklung von Produkten sein. Die Produkte müssen in Hinblick auf Lebensdauer, Wiederverwendung, Instandsetzung, der Möglichkeiten zur Aufarbeitung und stofflichen Verwertung entsprechend ausgelegt werden.[2] Hierbei sollte das klassische Recycling, nämlich das Zerlegen eines Produktes in seine Rohstoffe und die Zuführung der Rohstoffe zu einer Wiederverwertung, erst der letzte Schritt sein. Vor dem Recycling steht die Wiederaufbereitung und Instandsetzung des eigentlichen Produktes. Nur so bleibt der Mehrwert, den das Produkt gegenüber seinen Rohstoffen hat, auch erhalten. Beim nachgelagerten Schritt, dem Recycling der Rohstoffe, geht dieser Mehrwert zwangsläufig verloren. Neuwagen werden ja auch nicht nach der Benutzung durch den ersten Eigentümer zerlegt und recycelt. Sie werden Instandgesetzt und den Gebrauchtwagenmarkt zugeführt. Gleiches gilt für die Kartuschen von Arbeitsplatzdrucksystemen wir Laser- und Ink Jet Druckern.

 

 

Hierzu hat auch die RAL gGmbH in Ihrer Vergabegrundlage für das Umweltzeichen „Blauer Engel“ für Bürogeräte mit Druckfunktion (RAL-UZ205) strenge Anforderungen an die recyclinggerechte Konstruktion solcher Bürogeräte und den in ihnen verwendeten Modulen/Kartuschen formuliert. In der Vergabegrundlage wird betont, dass eine Wiederverwendung stets Vorrang vor einer Verwertung hat.[3] Um die Wichtigkeit der Wiederaufbereitung zu unterstreichen, hat die RAL gGmbH mit der RAL-UZ 177 sogar im August 2013 eine neue Vergabegrundlage für das Umweltzeichen „Blauer Engel“ für wiederaufbereitete Tonermodule für elektrofotografische Drucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte erarbeitet. Als weideraufbereitete Tonermodule gelten gemäß RAL-UZ 177 solche Tonermodule, die „ohne Tonerbefüllung zu mindestens 75% (Gewichtsprozent) aus wiederverwendeten Teilen bestehen. Ausgenommen sind Teile, die unmittelbar für die Druckqualität entscheidend sind (z.B. Fotoleitertrommel).“[4]

 

Vor dem Hintergrund des fast schon überlebenswichtigen Schwenk hin zu einer Kreislaufwirtschaft wird schnell klar, dass hier kein Platz für ressourcenintensive Nachbauten und Nicht-OEM Neukartuschen sein darf. Hierfür muss nicht einmal auf mögliche patentrechtliche Schwierigkeiten geschaut werden. Dieses gilt umso mehr, als dass diese Kartuschen auch noch auf eine ressourcenintensive Logistik aus Fernost angewiesen sind. Lokale Fertigung und Wiederaufbereitung sind hier klar im grünen Vorteil. Ressourcenschonung und lokale Wiederaufbereitung gehen Hand in Hand.

Es ist schade, dass die aktuellen Aktivitäten einiger prominenter OEMs darauf ausgerichtet scheinen die Wiederaufbereitung und Instandsetzung, trotz der weltweiten Bemühungen für eine Kreislaufwirtschaft, zu unterbinden. Daher ist es jetzt wichtiger als zuvor, dass die Verbraucher ein klares umweltbewusstes Zeichen setzten und wiederaufbereitete Tonerkartuschen aktiv nachfragen.

 

[1] Statement by Environment Commissioner Janez Potočnik on the World Environment Day, Brussels, 5 June 2014.

[2] Vgl. Europäische Kommission: DIE KREISLAUFWIRTSCHAFT Ressourcen schonen, Werte schaffen, Seite 2, 2014.

[3] Vgl. RAL gGmbH: Vergabegrundlage für Umweltzeichen: Bürogeräte mit Druckfunktion (Drucker, Kopierer, Multifunktionsgeräte) RAL-UZ 205, Ausgabe September 2017, Seite 21.

[4] Vgl. RAL gGmbH: Vergabegrundlage für Umweltzeichen: Wiederaufbereitete Tonermodule für elektrofotografische Drucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte RAL-UZ 177, Ausgabe August 2013, Seite 6.